2013 – Juli – Dalsland, Südschweden – 6. Tag

Mein Vater holzt den Regenwald dermaßen ab, dass ich mich genötigt sehe, reißaus zu nehmen, um 4 Uhr morgens aufzustehen und mein Buch am Lager zu lesen. Leider ist es noch recht kühl und ich immernoch müde und so tapere ich nach einer halben Stunde nun doch wieder ins Zelt und finde noch Schlaf. Wachgerufen durch reges Umtreiben und Gehacke, kuschele ich mich tief in meinen Schlafsack und beschließe, zumindest für den Morgen, faul zu sein. Nach dem notgedrungenen Aufstehen und frisch machen, setzte ich mich an den fertigen Frühstückstisch. Das Brot ist über 1 Jahr haltbar und so schmeckt es auch. Kurz schief von der Seite angeguckt und es zerbröselt. Ein Hoch auf das Toasten. Aber ehrlich, so langsam freu ich mich auf anständiges Frühstück mit Brötchen, Ei und allem, was sonst noch dazu gehört. Egal, genug gejammert.

Wieder in die Kanus gehüpft, ging es in den Flöte-Fjord. Zumindest haben wir ihn so genannt, aufgrund seines länglichen und engen Erscheinungsbildes. Das Wetter wurde wieder etwas besser und so konnten wir, gut erholt durch den gestrigen Tag, Strecke machen. Das Wasser war durch die schmale Flucht sehr seicht und kräfteschonend. Das Paddeln macht hier richtig Spaß und das merkt man der ganzen Truppe an. À propos, meine Truppe ist mir echt ans Herz gewuchert. Ich genieße mittlerweile unsere Vielsamkeit und möchte eigentlich garnicht, dass dies ein Ende findet.

Nachdem wir am Ende des Fjordes angekommen waren, zumindest an dem Punkt, an dem kein Zeltplatz mehr folgte, ließen wir uns auf einer Insel nieder, die die vorige um weitere ca. 30° Rundblick übertraf. Nach dem Essen wurde bis spät in die Nacht am Lagerfeuer erzählt, Stockbrot aufgedunsen und Schwedenschach gespielt.

Leave a Comment

Filed under 2013/07 – 9 Tage Schweden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.