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2013 – Juli – Dalsland, Südschweden – 7.+8. Tag und Abreise

Am nächsten Morgen ging es den engen Fjord trödelnd wieder zurück. Wir genehmigten uns viele Pausen und ließen uns die Sonne auf den Pelz scheinen. Wir legten früh am Tage an der Insel an, von der aus wir in den Fjord aufgebrochen waren. Es blieb uns somit ausreichend Zeit, um den letzten Tag bei bestem Sonnenschein zu genießen und ausklingen zu lassen. Wir hockten alle am Ufer auf den warmen Steinen und die Zeit schien für einen Moment still zu stehen. Der perfekte Ausklang.

Am nächsten Tag sind wir frühzeitig aufgebrochen, haben das Equipment wieder am Ausgangscamp abgegeben und noch ein wenig die Gegend unsicher gemacht. Wir besichtigten noch ein altes Schwedenhaus mitten im Wald und stärkten uns mit dem ersten gescheiten 5% Bier in Lennartsfors, dann begann wieder die lange Rückreise.

Es.war.einfach…TRAUMHAFT!

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2013 – Juli – Dalsland, Südschweden – 6. Tag

Mein Vater holzt den Regenwald dermaßen ab, dass ich mich genötigt sehe, reißaus zu nehmen, um 4 Uhr morgens aufzustehen und mein Buch am Lager zu lesen. Leider ist es noch recht kühl und ich immernoch müde und so tapere ich nach einer halben Stunde nun doch wieder ins Zelt und finde noch Schlaf. Wachgerufen durch reges Umtreiben und Gehacke, kuschele ich mich tief in meinen Schlafsack und beschließe, zumindest für den Morgen, faul zu sein. Nach dem notgedrungenen Aufstehen und frisch machen, setzte ich mich an den fertigen Frühstückstisch. Das Brot ist über 1 Jahr haltbar und so schmeckt es auch. Kurz schief von der Seite angeguckt und es zerbröselt. Ein Hoch auf das Toasten. Aber ehrlich, so langsam freu ich mich auf anständiges Frühstück mit Brötchen, Ei und allem, was sonst noch dazu gehört. Egal, genug gejammert.

Wieder in die Kanus gehüpft, ging es in den Flöte-Fjord. Zumindest haben wir ihn so genannt, aufgrund seines länglichen und engen Erscheinungsbildes. Das Wetter wurde wieder etwas besser und so konnten wir, gut erholt durch den gestrigen Tag, Strecke machen. Das Wasser war durch die schmale Flucht sehr seicht und kräfteschonend. Das Paddeln macht hier richtig Spaß und das merkt man der ganzen Truppe an. À propos, meine Truppe ist mir echt ans Herz gewuchert. Ich genieße mittlerweile unsere Vielsamkeit und möchte eigentlich garnicht, dass dies ein Ende findet.

Nachdem wir am Ende des Fjordes angekommen waren, zumindest an dem Punkt, an dem kein Zeltplatz mehr folgte, ließen wir uns auf einer Insel nieder, die die vorige um weitere ca. 30° Rundblick übertraf. Nach dem Essen wurde bis spät in die Nacht am Lagerfeuer erzählt, Stockbrot aufgedunsen und Schwedenschach gespielt.

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2013 – Juli – Dalsland, Südschweden – 5. Tag

Kurz gefrühstückt und ziemlich fix alle Sachen wieder zusammen gepackt, ging es aufs Wasser. Unser Ziel war der nächst gelegene Zeltplatz, denn nach dem gestrigen Tag tat Erholung gut. Zu unserem Glück war der Zeltplatz nicht belegt und so machten wir uns breit. Da der Tag noch recht jung war, konnten wir etwas entspannen und ich wälzte bei Bier und Kippen ein paar Seiten in meinem Buch „Walden oder Leben in den Wäldern“ von Henry David Thoreau.

Die Insel war traumhaft schön mit einem 270° Blick auf den See. Nach dem Baden und Waschen wurde wieder gesägt, gehackt und Essen zubereitet. Als besonderes Highlight gab es diesmal Apfelkuchen! aus dem steinernden Gesims, das dort bereits stand. Der Kuchen war fantastisch und eine Wohltat. Den nächsten kulinarischen Leckerbissen gab es zum Abendbrot. Neben gebackenen Bohnen in Tomatensauce und Pellkartoffeln, wurden uns Grillwürstchen
spendiert, die vorher bereits in Töcksfors besorgt wurden. Grandios, da konnte uns selbst das aufkommende trübe Wetter die Laune nicht verderben. Wir fielen anschließend alle platt und vollgefressen in unsere Schlafkombüsen.

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